Die Musikproduktionssoftware Ardour liegt seit kurzem in der Version 9.0 vor. "Dies ist eine wichtige Veröffentlichung für das Projekt, die mehrere wesentliche neue Funktionen enthält, die von den Benutzern seit langem gefordert wurden", teilte das Open-Source-Projekt mit. Für die Mac-Version gibt es mehrere Verbesserungen.
Zu den Neuerungen heißt es: "Region FX, Clip-Aufnahme, eine berührungsempfindliche Benutzeroberfläche, Pianoroll-Fenster, Clip-Bearbeitung und vieles mehr, ganz zu schweigen von Dutzenden von Fehlerbehebungen, neuen MIDI-Bindungszuordnungen, verbesserter GUI-Leistung unter macOS und vielem mehr."
Die vollständigen Versionsanmerkungen mit allen Änderungen sind auf dieser Web-Seite zu finden. Die Unterstützung für OS X Yosemite 10.10, OS X El Capitan 10.11 und macOS Sierra 10.12 wurde eingestellt, Ardour 9.0 benötigt mindestens macOS High Sierra 10.13.

Bild: ardour.org.
Ardour ermöglicht Aufnahme, Bearbeitung und Mixen von Soundtracks. Dazu stehen zahlreiche gängige, aus anderen Digital-Audio-Workstations bekannte Werkzeuge, Filter und Effekte bereit. Das Programm unterstützt beliebig viele Audio- und MIDI-Spuren, kann Audio-Unit- und VST-Plugins einbinden, auf Audio-Interfaces zugreifen und in etlichen Formaten (Ogg Vorbis, WAV, AIFF, CAF, FLAC...) exportieren.
In puncto Benutzeroberfläche und Bedienung orientiert sich Ardour an Pro Tools. Das Programm basiert auf dem Audioserver JACK, ermöglicht Latenzen von weniger als zehn Millisekunden und unterstützt die Mehrspuraufnahme sowie die Bearbeitung und Vertonung von Videos. Eine Demoversion, bei der nach zehn Minuten der Ton abgeschaltet wird, ist verfügbar.
Der Quelltext von Ardour ist frei verfügbar, die Anwendung selbst kann gekauft oder gemietet werden, wobei dies bereits ab einem US-Dollar (entweder einmalig oder monatlich) möglich ist - damit wird die Weiterentwicklung finanziert.
